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Von Dänemark bis nach Berlin – im Interview mit Schmuckdesignerin Chanette Pedersen

Wer bisher „Krimskrams“ mit wertlosen Dingen assoziierte, kennt das junge Label JUKSEREI noch nicht. Leichte, filigrane Schmuckstücke, die zwischen Skandinavischer Schlichtheit und Berliner Coolness rangieren, sind das Markenzeichen von Designerin Chanette Pedersen. 2012 machte sie ihre Leidenschaft zum Beruf, vier Jahre später ist ihr Schmucklabel neben Dänemark und Deutschland in fünf weiteren Ländern der Welt zu finden. Der beste Beweis also, dass aus einer kleinen Idee etwas ganz Großes werden kann. Doch was steckt hinter dem Name JUKSEREI? Wo werden die Schmuckstücke eigentlich produziert? Und wie sehen ihre Zukunftspläne aus? Wir haben die Chance genutzt und der gebürtigen Dänin ordentlich Löcher in den Bauch gefragt. Und weil es so schön ist, anderen eine kleine Freude zu machen, verlosen wir zum Muttertag drei Jukserei Schmuck-Specials für Mutter und Tochter. Viel Glück!

1. Wie kam die Idee zustande, dein eignes Schmucklabel zu gründen und seit wann gibt es das?

Ich bin in einer sehr kreativen Familie aufgewachsen. Meine Mutter ist Schneiderin, meine Schwester ist Architektin, mein Bruder ist Künstler und mein Vater ist in jeglichen Hinsichten ein sehr geschickter Mann. Somit wurde mir wohl ein bisschen Kreativität und künstlerisches Geschick mit in die Wiege gelegt. Dies baute ich im Rahmen meines Studiums im Bereich Fashion- und Produktdesign weiter aus. Der eigentliche Ursprung mein eigenes Schmuck -label zu gründen, lag jedoch wo anders: Ich habe eine Nickelallergie und hatte immer den Wunsch, Schmuck zu gestalten, ohne beim Tragen Probleme zu bekommen. Somit entwickelte und designte ich eine Zeit lang neben meinen Jobs in der Modebranche zusätzlich Zuhause die ersten Schmuckstücke. Nachdem ich die ersten Teile für mich gestaltet hatte, bekam ich mehr und mehr Anfragen von Freunden, die ebenfalls meinen nickelfreien Schmuck haben wollten. Es trudelten stetig Nachfragen ein, so dass ich von der Mode komplett zum Schmuck wechselte. Damit fing eigentlich alles an, und aus dieser Kombination ist im Jahr 2012 die Jukserei entstanden. Nach wie vor liebe ich Fashion total - was ich an der Schmuckbranche jedoch sehr schätze, ist die Tatsache, dass diese nicht so saisonabhängig (Farben, Schnitte, Materialien) und schnelllebig ist. Schmuck ist zeitloser und hat den positiven Charakter, dass er gerne zu einem besonderen Anlass verschenkt oder für eine besondere Person gekauft wird. Er hat eine tiefgründigere Bedeutung.

2. Was steckt hinter dem Name JUKSEREI?

 „Juks“ ist dänisch und bedeutet auf deutsch Krimskrams. So bezeichnete mein Vater liebevoll meine ersten Versuche als Designerin. Das alles liegt nun ca. 14 Jahre zurück. Auf jeden Fall ist durch dieses lustige Gespräch mit meinem Vater zwischen Tür und Angel der erste Ansatz für die Namensfindung entstanden. Nachdem ich meinen ersten Job in Berlin angefangen hatte, habe ich mit einer Freundin weiter überlegt, was der perfekte Name für mein Label sein könnte. Uns ist aufgefallen, dass in Deutschland viele Fachhändler und Spezialisten mit „erei“ enden. Wie z.B. Brauerei, Bäckerei etc. ... aus diesem Gedanken ist schlussendlich der Labelname Jukserei entstanden.

3. Von Dänemark nach Berlin, wie lässt du deine Wurzeln in den Entstehungsprozess der Schmuckstücke einfließen?

Der Jukserei Schmuck ist sehr fein und filigran. Ich halte ihn schlicht, damit er zu jedem Typ und jeder Gelegenheit passt. Er soll die natürliche Schönheit und Leichtigkeit von Mädchen und Frauen unterstreichen. Ich denke, dass diese Aspekte den skandinavischen Charakter sehr gut wiederspiegeln. Zudem wird ein Teil der Kollektion in Dänemark produziert und meine fabelhafte Familie in Dänemark unterstützt mich tatkräftig bei dem Erstellen und Verpacken der Schmuckstücke. So steckt immer ein bisschen Heimat in jedem Paket, das ich versende.

4. Du designst alles selbst. Wie sieht es mit der Produktion aus und welche Materialien verwendest du?

Wenn ich eine gute Idee habe, male ich sie eigentlich direkt irgendwo auf. Entweder auf einem blanken Papier oder direkt am PC. Danach werden die ersten Muster erstellt. Bei diesen ganzen Prozessen unterstützt mich täglich meine tolle Design-Assistentin Anne Tag. Produziert wird mein Schmuck in Italien und Dänemark. Vollendet wird er schlussendlich in Dänemark und Berlin. Ich lege sehr viel Wert darauf, dass meine Produzenten in Europa ansässig sind. Diese kurzen Distanzen erleichtern die Arbeit erheblich. Für meinen Schmuck nutze ich 925 Sterlingsilber als Basis. Zusätzlich wird der Schmuck mehrmals mit 24k Gold vergoldet oder mit 18k Roségold überzogen. Die einzige Ausnahme stellt unser Dauerbrenner, das „Matti Bracelet“, dar. Dieser Armreif hat Messing als Basis. Ich habe unfassbar viel Energie in das ganze Experimentieren mit den richtigen Materialien gesteckt. Jetzt habe ich sie endlich gefunden.

5. Wie sehen deine Zukunftspläne aus? Bleibst du bei Schmuck oder möchtest du dein Sortiment künftig erweitern?

Der Schmuck wird vorläufig mein Kerngeschäft bleiben. Ich würde total gerne eine „exklusive Schmuck-Kollektion“ auf den Markt bringen, welche Karat als neues Material beinhaltet. Weiter Ideen für die Zukunft habe ich sehr viele. Gerne würde ich etwas aus Lederwaren herstellen oder schöne Schreibwaren und Papeterie-Dinge designen und produzieren. Langweilig wird es in der Zukunft auf jeden Fall nicht ;)

6. Kann man deine Schmuckstücke auch außerhalb deines Online-Shops kaufen?

Das ist auf jeden Fall möglich. Mittlerweile sind wir neben Dänemark und Deutschland in 5 weiteren Ländern der Welt, wie z.B. Österreich oder der Schweiz zu finden. Ganz neu sind auch die USA mit dabei. Wir sind in einer Reihe von super schönen, kleinen Einzelhändlern und auch ein paar reinen Onlineshops vertreten. Diese Liste wird hoffentlich auch in der Zukunft stetig  wachsen. Ein neues und total aufregendes Projekt für die Zukunft wird der eigene Jukserei-Pop-up-Store in Berlin sein. Dann kann ich neben dem Designen und „Zettel-Krams“ zusätzlich den persönlichen Kundenkontakt pflegen. Das ist mir sehr wichtig. Wenn du dir ein paar Inspirationen zu unserem Label und den Einzelhändler einholen möchtest, dann schau doch einfach einmal bei unserem Onlineshop http://jukserei.dk oder unserem Instagram Account vorbei https://www.instagram.com/jukserei/. Hier wirst du immer auf dem Laufenden gehalten, was Neuigkeiten zur Jukserei angeht.

7. In wenigen Tagen ist Muttertag. Die perfekte Gelegenheit also, einmal Danke zu sagen. Wie ist deine Message an alle starken und liebenswerten Mütter da draußen?

Ein großes Danke geht in diesem Atemzug an meine Mom, die mich so viel gelehrt und mir so viel Raum für Kreativität geschaffen hat. Sie ist eine große Inspiration für mich. Das Managen von harter Arbeit, Familienleben und Freizeit hat sie mit so viel Liebe und Enthusiasmus gemeistert. Das macht mich richtig stolz. Somit ist meine Nachricht an alle Mütter dieser Welt: Weiter so! Es ist schön, dass es euch gibt!

GEWINNSPIEL

Gemeinsam mit JUKSEREI verlosen wir zum Muttertag am 8. Mai 3 x ein "Best Friend Special", bestehend aus jeweils zwei Glücksarmbändern für Mutter und Tochter.

Wie ihr teilnehmen könnt?

Das Gewinnspiel ist beendet.

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