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Streetstyle

Anna-Maria Koy von The European Look

Anzeige - The European Look ist ein Blogazine, das Einblicke in die verschiedenen Modetrends und -stile in Europa gewährt. Eine Plattform für alle, die Mode lieben und sich für die Gründe interessieren warum in Europa so viele einzigartige Modestile nebeneinander existieren. Vom typischen französischen Look in monochromen Farben bis zum farbenfrohen, alternativen Stil der Holländer wird alles analysiert, immer mit einer großen Portion Humor und einer positiven Einstellung zur Tatsache, dass unsere Mode auch unsere Kultur und Identität widerspiegelt.

Gegründet von Fotografin und Redakteurin Anna-Maria Koy in Hamburg, zeigt The European Look auch ihre persönlichen Looks und Meinungen zu Modetrends von den Fashion Weeks Europas. Ihren eigenen Stil nennt sie #rusfradita, eine Mischung aus russisch, französisch, deutsch und italienisch, um zu zeigen was ihrer Meinung nach den European Look ausmacht. Auch kommen regelmäßig Gastautoren zu Wort, die länderübergreifende Modetrends auf ganz eigene Weise interpretieren. Gibt es einen European Look? Und wenn ja, wie sieht er aus?

Wie kam es zur Entstehung von The European Look?

The European Look ist eine Herzensangelegenheit für mich, denn ich habe schon als Kind davon geträumt mein eigenes Modemagazin herauszugeben. Damals dacht ich noch in Print. Aber mit der Zeit lernt man ja dazu und ich sah nach meinem Studium in den Niederlanden, wo ich ein Kulturmagazin für die Universität eingeführt und herausgegeben habe, wie schwierig es ist finanzielle Mittel für so ein Projekt zu beschaffen. Ich bin dann nach dem Studium im Online-Journalismus gelandet und sah die Gelegenheit mein Modemagazin online auf die Beine zu stellen. Um ein Grundbudget zu haben, habe ich eine Crowdfunding-Kampagne gestartet und durch meine Bekannten und Freunde, die mich unterstützt haben, ging ich im April dieses Jahres online. Jetzt poste ich jeden Tag und meine Freizeit besteht aus Shootings und Modeartikel verfassen – ich lebe meinen Traum quasi. Obwohl ein Modemagazin bzw. –buch in Print für mich immer noch der eine große Traum ist. Ich mag die Idee etwas Bleibendes zu schaffen.

Was zeigst du deinen Lesern dort?

Auf meiner Seite versuche ich verschiedene Meinungen zu Mode zusammenzubringen. The European Look ist eine Plattform für den Austausch darüber, was dieser European Look denn eigentlich ist. Regelmäßig veröffentliche ich Gastartikel über Mode und schreibe eigene Artikel, um ein möglich breites Band von der Idee, was Mode für uns ist, zu zeigen. Dazu gibt es europäische Street Styles, die ich wenn möglich selbst fotografiere, um die verschiedenen Stile Europas auch zu zeigen. Und dazu kommen meine eigenen Portraitfotografien, denn ich bin leidenschaftliche Fotografin, als auch die Lookbook-Shootings von meinen Outfits, die ich mit befreundeten Fotografen und Visagisten umsetze. Die Fotoproduktionen machen mir nämlich am meisten Spaß. Nicht nur das vor der Kamera stehen, sondern gerade das Umsetzen von Konzepten. Das Entwickeln und Brainstormen eines Shootings, die Planung der Location und der Outfits und schließlich das Ergebnis – ich liebe Fotoproduktionen!

Was unterscheidet deine Seite von einem typischen Blog?

Was mich vor allem abhebt ist die Idee dahinter. Ich liebe was ich tue, aber ich möchte keinen einseitigen Blog schaffen, der nur zeigt was ich so treibe. Also das posten von schönen Fotos und das war‘s dann. Ich möchte den Austausch, ich möchte die Meinungen der Leser hören und Ihnen das Wort geben in eigenen Artikeln, um The European Look zu einer Adresse zu machen, wo man Informationen, Meinungen und die Möglichkeit zur Diskussion findet. Ich schätze das Feedback meiner Leser sehr und würde mir wünschen in den nächsten Jahren ein richtiges Magazin davon zu machen. Mit Fotografen, also Bildredakteuren, festen Redakteuren, einem Shop, einem Forum etc. Kein Tagebuch, sondern ein Modemagazin also.

Du warst kürzlich auf der Amsterdam Fashion Week. Welcher Designer hat dir am besten gefallen?

Wenn ich mich entscheiden müsste, war es die Preview zur Show von Dorhout Mees im Rijksmuseum. Diese Preview war Teil des 10daysDowntown, also noch vor dem offiziellen Start der Fashion Week. Aber ich bin noch nie im Rijksmuseum gewesen, obwohl ich vier Jahre in Holland gelebt habe, und es war wirklich atemberaubend. Die Show fand in einem der alten Säle statt, die aussehen wie eine Kathedrale. Die Zuschauer haben sich im Kreis aufgestellt und dann ging es auch schon los: Die Models liefen eine einstudierte Choreo und es wurde live dazu Gitarre gespielt und gesungen. Im Hintergrund die bunten Glasfenster wie in einer Kirche – das hatte schon etwas Magisches. Und Esthers Kleider sind wunderschön, da sie den Bezug zur Natur in ihren Entwürfen sucht.

Was darf man sich dort auf keinen Fall entgehen lassen? (Stadtteil, Cafe, Shop oder ähnliches)

Eine Tour mit dem Boot durch die Grachten! Am besten auf einem kleinen privaten. Ich durfte am letzten Tag der Woche bei einem Bekannten mitfahren und wir waren eine kleine Truppe. Hoppa, Getränke aufs Boot und Musik an und schon möchte man das Boot nie wieder verlassen. Man muss nur alle paar Minuten vor einer Brücke den Kopf einziehen. ;) Ansonsten habe ich gerne in den 9 Straatjes (the nine streets) verweilt und mit einem Eiskaffee die Atmosphäre genossen. Da kann man auch super shoppen.

Wie würdest du den Stil der Menschen in Amsterdam beschreiben?

Modisch. Die Holländer achten viel mehr auf ihr Äußeres als wir Deutschen. Die jungen Mädels tragen alle möglichen Modetrends – von Lederleggings bis zu Neon Sneakers bis zu verspiegelten Sonnenbrillen. Trends werden in ausgiebigen Shoppingtouren mit den Mädels studiert und von allen getragen. Die Männer wollen vor allem stylish und cool aussehen und orientieren sich auch sehr an Trends und Modevorbildern. Die deutsche Einstellung a lá ‚egal wie’s aussieht, Hauptsache praktisch‘ gibt es dort nicht! Von meinen deutschen Freunden in Holland habe ich oft gehört: die holländischen Mädels sehen ja alle gleich aus… ja, das stimmt habe ich gedacht, aber alle gleich gut! ;)

Welches ist DIE europäische Modestadt und warum?

Also Amsterdam ist es nicht. Aber das liegt nicht an den Menschen, sondern daran, dass die gesamte Fashion Week sehr klein ist. Sie findet statt und es ist toll für die Designer um ihre Kollektionen zu zeigen. Aber die Gäste sind doch vor allem nationale Fashion Insider. Das gilt auch für Berlin und Kopenhagen zum Beispiel. Ich würde darum sagen Paris oder London. Je nachdem welcher Stil einem besser passt. ;) Denn dadurch, dass diese Modewochen international berühmt sind, kommen die großen Designer und die großen Stars und dann steht auch mal eine ganze Stadt Kopf und die Stimmung überträgt sich auf alle Einwohner der Stadt. Es ist dann ein wahres Happening. In Amsterdam war davon leider nichts zu spüren.

Gibt es einen Trend, den man momentan in jeder Stadt sieht?

Schwarze Lederjacken. Ohne die geht gar nichts. Vor allem bei jungen Menschen. Wenn man sich die Street Style Blogs der verschiedenen Ländern ansieht, kommt der coole Lederlook in schwarz überall vor. Das zieht sich dann auch vom 14-jährigen Teenager bis zur Moderedakteurin Ende 20 durch. Ich liebe meine schwarze Lederjacke übrigens. Es verleiht jedem Outfit dieses coole, ich bin für jedes Abenteuer zu haben-Feeling. Sexy. Selbstbewusst. Modisch. 2014. Überall. ;) Ich habe übrigens auch festgestellt, dass der angesagte Look, den man zu Modeschauen trägt, schwarz von Kopf bis Fuß ist. Ich weiß nicht warum, ich hatte jeden Tag ein knallbuntes Kleid an.

Welche modischen Highlights erwarten uns im Herbst?

Ich denke es wird wieder zwei Trends geben, die sich eigentlich schon im letzten Jahr manifestiert haben. Einmal der Zwiebel- bzw. Lagen-Look: Man will eigentlich sein leichtes Sommeroutfit anziehen, braucht aber ein bisschen Schutz vor kaltem Wind. Zum Beispiel eine schwarze Jeans zum kurzen weißen Shirt mit Booties mit Schnallen und dann wärmt eine schwarze Lederjacke und ein riesiger Schal. Und zum Anderen der wieder aufkommende klassische Look: Weg von vielen Accessoires, hin zu einer Purheit und weniger ist mehr. Man kann dann ein eng anliegendes knielanges Kleid tragen in jeder Farbe und wärmt sich mit einem klassischen Trenchcoat oder Cape mit doppelreihiger Knopfleiste und trägt ausschließlich Pumps und Ledertasche als Accessoire.  Ich bin mehr der erste Typ, denn ich liebe es zu experimentieren und denke nicht viel nach über ‚was passt jetzt genau zusammen‘.

Welches Teil sollte jede Frau im Kleiderschrank haben?

Ich glaube die Frage ist etwas überholt und eine Antwort gibt es heute nicht mehr. So ein Quatsch zu sagen du brauchst genau dies und dies und dann siehst du gut aus. Das ist doch das Tolle an unserer Zeit: Alles geht! Man muss nur herausfinden zu welchem Typ Mensch gehört man, was ist mir an Klamotten wichtig, wer möchte ich sein, welche Teile oder Designer mag ich einfach ohne dass ich das warum ausführlich erklären kann. Und dann, wenn man weiß wer man sein möchte und was einem gefällt, dann stehen einem Millionen von Möglichkeiten und Shops bereit um auch äußerlich die Person zu zeigen, die ich innerlich schon bin. Wir leben ja Gott sei Dank in einer Gesellschaft in der man sein kann wer man möchte: Punkig in schwarzem Leder, Klassisch elegant im Cardigan und Ballerinas oder jeden Tag jemand anders: Mode soll Spaß machen. Und wenn man sich kennt und weiß was einem steht, macht es das auch! 

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