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Selbstständig als Blogger: Interview mit Nina von Berries and Passion

Ob trendige Outfits, hilfreiche Fitnesstipps oder leckere Food-Inspirationen, Nina von Berries and Passion begeistert uns täglich auf ihrem Blog und Social-Media-Kanälen mit Ideen, die den tristen Alltag aufregender gestalten können. Wir wollten daher jetzt von ihr wissen, wie sie sich so mit der Selbstständigkeit schlägt, welche Tipps sie für andere Blogger hat und welcher Workshop hilfreich sein kann, um sich auf den Vollzeitjob "Blogger" vorzubereiten.

1.       Vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst, um uns ein paar Fragen zu beantworten. Das ist super. Wir möchten uns heute das Thema Selbstständigkeit als Blogger widmen, da viele - wie sicherlich du noch vor einiger Zeit - mit dem Gedanken spielen, sich zeitnah oder eines Tages selbstständig zu machen. Was war für dich der ausschlaggebende Grund in die Selbstständigkeit zu gehen und dein eigener Chef zu sein?

Der ausschlaggebende Punkt war eigentlich die Zeit. Ich habe gemerkt, dass sich mein Blog, der vor 5 Jahren als Hobby gestartet hat, in Richtung Business bewegt und ich es zeitlich kaum mehr schaffe, alles unter einen Hut zu bekommen. Ich habe 40 Stunden im PR-Bereich gearbeitet und ich wusste, es ist der Zeitpunkt gekommen, wo ich mich entscheiden muss - Wage ich den Sprung und versuche mein Glück als Selbstständige oder schraube ich zurück mit dem Blog.

Da der Blog aber meine große Leidenschaft ist, habe ich mich dann einfach getraut und es war die beste Entscheidung überhaupt. Ich arbeite zwar viel mehr als vorher, aber es macht immer noch sehr viel Spaß und es ist toll, wenn man sein Hobby zum Beruf machen kann. Ich habe es keine Sekunde bereut.


2.       Seit wann bist du selbstständig?

Ich bin eigentlich seit 2013 selbstständig. Seit Juni 2015 ist der Blog aber sozusagen mein Hauptjob und ich verdiene mein Geld ausschließlich mit Berries & Passion.


3.       Verdienst du noch etwas nebenbei oder kommt dein Einkommen bereits komplett aus dem Bloggen?

 Siehe Frage 2. :-)


4.       Was ist für deine Kunden im Moment interessanter: Instagram oder dein Blog selbst?

Das ist ganz unterschiedlich, aber die meisten Kunden buchen eigentlich ein Paket aus beidem, denn auf dem Blog kann man doch noch viel besser Geschichten erzählen und Dinge präsentieren. Klar ist Instagram momentan sehr wichtig, aber das Hauptaugenmerk liegt trotzdem immer noch am Blog.


5.       Da du ja nun schon seit einer Weile selbstständig bist, kennst du mittlerweile natürlich die Vor- und Nachteile und die harte Arbeit die dahintersteckt. Was wäre in deinen Augen kein guter Grund, um als Vollzeit-Blogger zu beginnen?

Eigentlich muss ich sagen, dass mir hier nicht wirklich ein Grund einfällt. Klar gibt es Dinge die nicht so toll sind - Steuern usw. Doch das wären alles keine Gründe, die mich abschrecken würden. Ich habe durch den Blog und die Selbstständigkeit so unglaublich viel gelernt und alleine deswegen war es mir schon wert. Abgesehen davon, dass ich das mache was ich liebe - Klar die Freizeit leidet momentan ein bisschen daran, aber auch daran arbeite ich und das soll sich bald ändern.

6.       Hast du dich mit Workshops auf die Selbstständigkeit als Blogger vorbereitet? Wenn ja, welchen kannst du empfehlen?

Nein, eigentlich nicht wirklich. Ich habe im Jahr zuvor einen Workshop bei den Mädels von The Daily Dose (lovedailydose.com) gemacht, die mir damit ein bisschen die Augen geöffnet und den Schritt in die Selbstständigkeit einfacher gemacht haben, aber sonst habe ich nicht wirklich Workshops besucht. Eine Einführung in die Buchhaltung habe ich gemacht, aber alles andere habe ich mir eigentlich selber beigebracht, bzw. nach gelesen und bei Menschen die sich auskennen nachgefragt.


7.       Was bringt dir an dem Job als Vollzeit-Blogger am meisten Spaß?

Da gibt es so unheimlich viel und ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Es ist wunderbar, dass ich mir alles selber einteilen kann, dass ich mein eigener Chef bin und Dinge umsetzen kann so wie ich möchte. Natürlich ist auch die Abwechslung richtig toll und eigentlich wird es nie wirklich langweilig.


8.       Und was gefällt dir am wenigsten?

Die Steuern und Buchhaltung bereiten mir oft Kopfzerbrechen, aber das habe ich mittlerweile abgegeben, damit ich mich auf die wesentlichen Dinge konzentrieren kann. Auch die vielen Mails sind manchmal echt mühsam, aber nicht weil ich sie nicht gerne beantworte, sondern weil ich oft nicht hinterherkomme. Ja, und dass man sich nicht einfach so Urlaub nehmen und wirklich komplett offline sein kann. Doch das nehme ich sehr gerne in Kauf, denn die positiven Dinge überwiegen einfach extrem.


9.       Hast du noch einen Tipp, der für dich am Anfang sehr hilfreich war oder den du aus Erfahrung gerne weitergeben möchtest?

Habt Spaß an der Sache und zieht euer Ding durch. Lasst euch von gewissen Dingen nicht verunsichern, es gibt für alles eine Lösung und denkt groß. Ihr habt eine coole Idee, dann traut euch einfach. Lieber eine Fehler machen, als es nicht ausprobiert zu haben. Und ganz wichtig: Setzt euch unbedingt mit Finanzen und Versicherungen auseinander, denn das ist so unglaublich wichtig, dass man sich da auskennt wenn man ein Business führt.


10.   Und weil wir alle so neugierig sind noch zwei andere Fragen hinterher. :-) Wo geht deine nächste Blogger-Reise hin und was erwartet dich da?

Die nächste Reise ist etwas ganz besonderes und zwar fliege ich am Mittwoch gemeinsam mit Vier Pfoten, einer Tierschutzorganisation zuerst nach Holland und dann weiter nach Südafrika. Ich darf dabei sein wie ein Leopard, der sich momentan in einem Großkatzen-Auffanglager befindet, in ein großes  Großkatzenrefugium  gebracht wird, wo er endlich genügend Platz und artgerechtes Gehege bekommt. Ich bin schon sehr gespannt was mich erwartet und das ist für mich die bisher spannendste und besonderste Reise bei der ich dabei sein darf.


11.   Wenn du dich entscheiden müsstest, einen Monat auf Knabberzeug und Süßes zu verzichten oder einen Monat dieselben Schuhe zu tragen, was würdest du wählen?

Ich verzichte dann lieber auf Knabberzeug und Süßes, aber ich muss auch ganz ehrlich gestehen, dass mir das nicht so schwer Fallen würde.

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